Bhutan - 2016 - Yves Luginbühl

29/30. Oktober 2016

Am Freitagmorgen ab zum Fluhafen, wo wir uns unserer Gruppe (total 11 Leute) angeschlossen haben. Anschliessend angenehmer Flug nach Doha. Wir hatten je einen Einzelsitzplatz am Fenster, also sehr angenehm. Nach der Ankunft um 19.00 Uhr ins Hotel, dort etwas Kleines gegessen und dann wurden wir auch bereits wieder um 01.15 Uhr geweckt. Abflug um 04.15 Uhr nach Kathmandu. Auf dem Einreiseformular mussten wir nebst den üblichen Angaben auch noch vermerken, ob wir männlich, weiblich oder irgendetwas anderes seien (sex: male – female – other). Nach den Einreiseformalitäten erfolgte der Transfer zum Hotel. Kurze Besichtigung von Kathmandu. Die Stadt ist wie die meisten asiatischen Städte laut und stinkig wie viele asiatische Städte. Obwohl scheinbar ein Fest stattfindet und die Stadt daher ruhig sei (!), reicht es locker, sich überfahren zu lassen. Beim Überqueren der Strassen gilt also auch hier: Augen zu und durch. Abendessen mit Showeinlage (naja). Am besten waren die zwei kleinen Kinder, die plötzlich mitmachen wollten. Im Hotel noch ein letztes Bierchen und dann schlafen.

30. Oktober 2016

Nach der letzten sehr kurzen Nacht schliefen wir aus. Danach Frühstück. Den Eierkoch fanden wir leider erst, nachdem wir schon fertig gegessen hatten. Transfer zum Flughafen. Unser Flugzeug von Bhutan herkommend und damit auch unser Flug verspäteten sich um eineinhalb Stunden. Der Flug war dann aber einwandfrei, sehr angenehm. Leider hatte fast niemand aus unserer Gruppe einen Fensterplatz ergattern können. Kurz vor Abflug bemerkten wir aber, dass ganz hinten noch zwei Reihen frei sind und enterten eine der Reihen. Die Himalaya-Kette befand sich zwar auf der anderen Seite, aber wir hatten auch eine gute Aussicht und konnten die Landung gut beobachten. Nach dem Aussteigen blieben alle auf dem Rollfeld stehen und fotografierten den schönen Flughafen . Mit unserem bhutanischen Guide Wangyal und de Fahrer Karma (!) gings zum Hotel, das sich als luxuriöses Resort entpuppte. Als Ehepaar bekamen wir ein „etwas grösseres Zimmer“. Das war dann eine ausgewachsene Suite auf zwei Etagen mit einem riesigen Bad, einem zusätzlichen WC und zwei Fernsehern. Das Buffet zum Znacht war klein, aber mit seh guten Gerichten bestückt. Die Bierflaschen sind dafür umso grösser, das Bier hat bis zu 8% Alkohol. Kleiner Wermutstropfen: in unserem Zimmer kam kein warmes Wasser. Wir meldeten uns an der Reception, der General Manager himself kümmerte sich mit zwei Angestellten darum, aber bis zu uns hoch kam das warme Wasser dann erst am nächsten Morgen.

31. Oktober 2016

Nach einer ruhigen aber etwas kalten Nacht klingelte um 6.00 Uhr der Wecker, 6.30 Uhr gabs Zmorge und um 7.00 Uhr fuhren wir los zu unserer ersten Wanderung. Sie führte uns meistens durch den Wald, stetig aufwärts, aber auf einem angenehmen Wanderweg bis auf 3200 MüM hoch zum Tigernest-Kloster. Yippieh, Madame ist nicht die Langsamste in unserer Gruppe, zum Teil war es sogar für mich recht gemächlich. An einem Aussichtspunkt gabs natürlich die obligaten Fotos mit dem Kloster auf dem Felsvorsprung. Und viel zu sehen bei den anderen Touristen: die waren unterwegs mit Sandalen, mit Ballerinas, mit Krücken, mit Wallegewändern oder top gestylt. Besuch der drei Klöster, danach rasanter Abstieg mit Abkürzung. Unten wurde auf einer Wiese ein kleines Buffet für uns serviert, umringt waren wir von unzähligen Hunden, die aber tadellose Manieren hatten und kaum bettelten. Sie wussten wohl, dass sie danach vom Küchenpersonal die Resten erhalten würden. Danach Fahrt nach Paro und Stadtbummel in der 200 Meter langen Hauptstrasse. Rückfahrt zum Hotel, duschen, Znacht und danach eine Rückenmassage für Madame.

1. November 2016

Die Betten in Bhutan sind nicht nach Madames Geschmack, so dass ich noch so gerne um 6.20 Uhr aufstand und die Hotelumgebung erkundete. Es wird recht früh hell hier, also kein Problem. Nach Packen, Frühstück und Auschecken gings mit dem Bus zum Nationalmuseum in Paro. Als wir dort ankamen, erfuhren wir, dass das Museum heute geschlossen sei, da ein VIP-Anlass stattfinde. Weiter gings zum örtlichen Dzong, dem Verwaltungsgebäude der Stadt. Nach der Besichtigung fuhren wir zum Chele-La-Pass auf 3804 MüM (bei der Höhenangabe scheiden sich die Geister). Der Strasse entlang befinden sich immer wieder Hinweise wie: drink Whisky, drive risky. Unser Fahrer bereitete den Lunch auf einer grossen Wiese vor, ein „Abfall-Hund“ war auch schon zur Stelle (er durfte am Schluss alle Pouletknochen fressen, das Gemüse verschmähte er grosszügig). Nach dem Essen kraxelten wir unprogrammgemäss in 1.5 Stunden zu einem 360-Grad-Aussichts-Punkt auf etwa 4200 MüM hoch. Tatsächlich sieht man von dort einige bekannte und sehr hohe Berge wie den Jomolhari. Sogar Madame schaffte die Wanderung zu ihrem eigenen Erstaunen problemlos. Abstieg bei Sonnenuntergang und viel kaltem Wind. Nach einer einstündigen Fahrt erreichten wir Haa, das Städtchen im gleichnamigen Tal. Im Risum-Resort wurden wir mit heissen Getränken und Crackers empfangen und konnten uns danach unter einer heissen Dusche wärmen. Abendessen wie immer: Buffet mit feinen Sachen, die Freude machen.

2. November 2016

Unser bhutanesischer Guide schlug uns für heute ein anderes als das geplante Programm vor. Die vorgesehene fünfstündige Wanderung sei steil und ohne Aussicht, danach müssten wir noch 10 Kilometer einem Fahrsträsschen folgen, er empfehle diese Wanderung nicht. Stattdessen schlug er vor, einige Häuser zu besichtigen und den Menschen bei der Arbeit zuzusehen. Vorschlag wurde angenommen, nach dem Zmorge fuhren wir ins Haa-Valley hinein. Wir befinden uns auf 2700 MüM, trotzdem wird es immer sehr warm, wenn die Sonne scheint. Und das tue sie zu dieser Jahreszeit immer. Wir besuchten zuerst einen Bauernhof, von dem wir allerdings nur den Vorgarten und das hofeigene Restaurant sehen konnten. Danach wurden wir ziemlich lange durch Feld und Wald geführt, bis wir nach ca 45 Minuten zu hören bekamen, der Weg sei blockiert und wir müssten umkehren. Auch das erwies sich als schwierig, da der Weg eher einem Bach glich. O-Ton Guide: sorry for that, last year it was dry . Essen scheint hier nicht so wichtig zu sein, Mittagessen schien in weiter Ferne. So packte eine unserer Teilnehmerinnen unterwegs Lammtrockenfleisch aus dem Wallis aus und bewahrte uns damit vor einem Hungerast. In einem Bauerndorf wurden wir danach von Bekannten unseres Drivers zu Buttertee und einer Art Weizenschnaps eingeladen. In Haa gabs dann endlich Lunch in einem netten Restaurant. Die drei grossen Bier (je ca 7dl) kosteten zusammen sage und schreibe umgerechnet CHF 2.20. Auf dem Heimweg Besichtigung von Lhakhang Karpo (weisser Tempel) und Lhakhang Nagpo (schwarzer Tempel). Mössiöh spendete einen Betrag, durfte sich etwas wünschen und würfeln. Nach dem ersten Wurf hiess es: no good, nach dem zweiten Wurf ergab sich eine 9, was sehr gut sei. Um 16.00 Uhr waren wir im Hotel und genossen ein wenig die freie Zeit.

3. November 2016

Heute wurde es eher für unseren Driver Karma statt für uns anstrengend, es stand uns eine siebenstündige Fahrt bevor. Der erste Teil bis zum Dochu-La-Pass dauerte knappe fünf Stunden. Unterwegs wurden wir gestoppt, weil gerade Bäume über die Strasse hinweg gefällt wurden. Immerhin kamen wir dabei zu ein wenig Bewegung. Weiter gings hoch auf auf den Pass, wo wir einen leider etwas bewölkten Blick auf das Himalaya-Gebirge hatten. Im Pass-Restaurant gabs Lunch, bevor wir die Abfahrt antraten. Die Strasse war zumeist eine Baustelle und extrem staubig, Karma musste immer wieder Schlaglöchern und entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen. Der ausgefranste Strassenrand abhangseitig liess das Ganze etwas abenteurlich werden. Wir fuhren ins Punakha-Tal, das auf 1300 MüM liegt. Die Vegetation ist hier subtropisch, wir erspähten Bananenstauden, Hibiskus, Bougainvillea und Weihnachtssterne. In Punakha konnten wir uns endlich etwas bewegen und besuchten einen Fruchtbarkeitstempel. Frauen mit Kinderwunsch begeben sich dorthin. In einem Fotoalbum werden die Erfolge dokumentiert, alles glückliche Eltern mit Babies. Anschliessend Bezug des Hotels, das heute nicht ganz so toll ist.

4. November 2016

 Die Hundchens, die tagsüber überall anzutreffen sind, reagieren immer sehr angenehm. Sie scheinen aber nachtaktiv zu sein und hielten uns lange wach. Zudem wurden wir am Morgen durch lautsprecherverstärkte Gesänge der benachbarten Schule geweckt. Da unser derzeitiges Hotel am Fluss liegt, kamen wir in den „Genuss“ eines nebligen Morgens. Aber bald drückte bereits wieder die Sonne durch. Wir fuhren heute durch das milde, malerische Punakha-Tal, vorbei an vielen Reisterassen. Unterwegs wurden wir von einer Polizeipatrouille gestoppt. An jedem Freitag sei „no-tolerance-day“, alle Fahrzeuge werden angehalten und kontrolliert. In einem einstündigen Fussmarsch gings danach zu einem Tempel, den die Mutter des aktuellen Königs zu seinen Ehren erbauen liess. Das Baumaterial wurde durch 20 Goldschmuggler den Berg hoch geschleppt, und dies während 10 Jahren. Auf unseren Einwand, dass diese Strafe zwar super, in Europa aber nicht zugelassen wäre, erhielten wir die augenzwinkernde Antwort: Welcome to Bhutan . Vom Tempel her genossen wir eine wunderbare Aussicht über das Tal, bevor wir uns zum Lunchplatz am Fluss begaben. Es erwarteten uns drei Tischchen unter Sonenschirmen, kühle Getränke, ein Buffet und die üblichen Entsorgungshunde. Nach dem Essen Besuch des grössten und prächtigsten Dzong im Lande und eines Nonnenklosters, wiederum mit schöner Aussicht. Zum Abschluss blieb uns noch ein wenig Zeit, das Dorf zu erkunden.

5. November 2016

Für die Fahrt ins Gangtey-Valley wurden wiederum fünf Stunden Fahrzeit veranschlagt. Die schlechte Nachricht war: die Strasse sei sehr schlecht. Die gute Nachricht war: Durch das Gerüttel würden wir eine lange Gratis-Massage Bhutan-Style erhalten. Die Warnung war nicht gelogen, es holperte so sehr, dass Madames Schrittzähler schön mitmachte und etwa 10‘000 Schritte und 1020 „gegangene“ Höhenmeter anzeigte. Das Tal war die Strapazen aber wert, es gibt viele schöne Häuser, die besten Kartoffeln Bhutans und ein Schutzgebiet sowie ein Infocenter für Schwarzhalskraniche. Diese kommen immer im November zu Hunderten von Tibet her zum Überwintern. Aktuell sind 13 von ihnen schon eingetroffen. Im kurzen Film zum Thema sahen wir, dass sich offenbar auch die ortsansässigen Leoparden gerne mal einen Snack unter den Vögeln holen. Anschliessend wanderten wir über einen Nature Trail durch den Wald zu unserem Guesthouse hoch. Wir sind die einzigen Gäste hier. Die Zimmer sind rustikal eingerichtet und einfach gehalten. Abends wurde es sehr kalt, das Öfeli im Zimmer half nur wenig gegen die Kälte. Kein Wunder, die Fenster sind absolut undicht. Im Essraum bullerte aber ein Holzofen und wärmte uns auf. Unser Guide informierte uns leider erst heute Abend, dass es im ganzen Tal kaum WLAN gebe. Daher die längere Funkstille. Das Znacht war vegetarisch und lecker, die Stimmung danach dank einer von unserem Guide gesponserten Flasche Whisky und einer abartigen App sehr ausgelassen.

6. November 2016

Kaum geht die Sonne auf, wird es draussen sofort sehr warm. Heute war eine Wanderung angesagt, zuerst runter ins Tal, danach auf einen kleinen Pass hoch. Der Weg war sehr angenehm und führte stetig über Wiesen und durch Wälder nach oben (ca auf 3400 MüM). Unteerwegs trafen wir immer wieder Menschen, die ein paar Kühe auf die Wiesen trieben. Nach einer längeren Rast gings über denselben Weg wieder zurück ins Dorf und zum Mittagessen. Es gibt immer Buffet, dieses besteht jeweils aus fünf bis sechs verschiedenen Gerichten und zusätzlich einem scharfen Chili-Gemüse für die Abgebrühten unter uns. Nach dem Essen kurze Fahrt talauswärts in ein kleines Dorf, wo uns alle Kinder mit Winken und Hello-Rufen begrüssten. Ein besonders vorwitziges kleines Mädchen rief dazu immer: see you tomorrow . Nochmals eine kleine Wanderrunde, bevor wir ins Guesthouse zurückkehrten. Hier fehlte sehr lange der Strom, so dass wir halb im Finstern duschen mussten.

7. November 2016

Den langen Weg ins Gangtey-Tal mussten wir heute wieder zurückfahren, sieben Stunden insgesamt. Zuerst gings noch einmal über die „Massage-Strasse“ ins Punakha-Tal, wo die Temperatur sommerlich anmutete. Danach nahmen wir den zweiten Teil des Weges über den Dochu-La-Pass in Angriff. Entlang der staubigen Piste (Strasse kann man es noch nicht nennen) trafen wir immer wieder auf Hunde und Kühe. Gemäss Aussage des Guides beissen diese Hunde nie. Und falls doch, wären sie alle geimpft . Aber er hat Recht, sie sind immer ausserordentlich friedlich. Auf der Passhöhe hatten wir eine fabelhafte Sicht auf das Himalayagebirge mit einigen Siebentausendern. Am Nachmittag erreichten wir Thimphu, die Hauptstadt Bhutans. Es gibt in ganz Bhutan keine Strassenampeln, aber mitten in der Stadt steht ein Verkehrshäuschen mit einem Polizisten drin, der anmutig seine Arme und Hände bewegt. Es ist zwar nicht ganz ersichtlich, was er eigentlich genau anzeigt, aber es sieht wirklich lustig aus. Nach der langen Fahrt sahen wir uns nur noch den Dzong und die Fahnenabnahme an, dann gings ins Hotel. Dummerweise führte der Weg an einem koreanischen Restaurant vorbei und Mössiöh war nicht davon abzuhalten, das Hotelessen zugunsten eines Restaurantbesuchs zu verweigern. Henusode, dann halt koreanisch essen in Bhutan. War lecker und günstig.

8. November 2016

Die Nacht war sehr kalt, draussen fror es. Die Fenster der bhutanischen Häuser sind eher zur Zierde angebracht, meist gibt es grosse Lücken zwischen den Rahmen. Da hilft auch das Elektroöfeli nur marginal. Nach dem Zmorge fuhren wir in 45 Minuten zum Eingang des Jigme Dorji National Park und wanderten von dort zum Cheri-Kloster hinauf. Oben erwarteten uns ein paar sehr „parfümierte“ Ziegen und Klostergebäude mit Baujahr 1620. Tempel und Kloster wurden vom Vater des Gründers von Bhutan erbaut. Nach dem Abstieg gings wieder zurück in die Stadt, wo wir in einem Hotel das übliche Buffet-Zmittag erhielten. Danach Besuch des National Memorial Chörten, der zu Ehren des 3. Königs errichtet wurde und dem Weltfrieden gewidmet ist. Weiter gings zur weltweit grössten Buddha-Statue, die 51 Meter hoch ist. Diese Woche finden hier „Mega-Prayers“ statt. Als wir ankamen, konnten wir gerade noch den Schluss der Zeremonie miterleben, bei der Hunderte von Mönchen und Bhutanern am Singen waren. Unglaublich, diese Vielfalt an Menschen, alte, junge, Städter, sehr traditionell gekleidete, solche mit Tracht, darunter aber im westlichen Stil… . Unser Guide hatte noch mehr Programmpunkte auf Lager, uns stand der Sinn nun aber noch ein wenig nach Stadtbummel. Also liess er uns frei und wir konnten uns die Stadt auf eigene Faust angucken. Heute war eigentlich schon der letzte Ferientag, morgen geht’s nach Kathmandu, was für uns eher ein Muss ist.

9. November 2016

Um 3.30 Uhr erschallte bereits der Weckruf, um 4.00 Uhr fuhren wir los zum Flughafen von Paro. Dort war bereits erstaunlich viel los, als wir ankamen. Nach dem Einchecken reichte es gerade noch für einen Kaffee und die vom Hotel gesponserten Sandwiches, bevor wir nach Kathmandu abhoben. Leider hatten wir erneut nur Sitze auf der „falschen“ Seite des Flugzeuges zugeteilt erhalten, und konnten den Himalaya wieder nicht sehen. Einige von uns reichten daher ihre Handys weiter und die Mitreisenden am Fenster waren so nett, ein paar eindrückliche Fotos zu schiessen. Nach der Ankunft Transfer zum Hotel, wo bereits Hochbetrieb, um nicht zu sagen, Chaos herrschte. Natürlich waren wir zu früh dort, um bereits unsere Zimmer zu erhalten. So organisierte unser Bergführer einen kleinen Bus, der uns zur Altstadt Bhaktapur führte. Rundgang durch die schmalen Strassen auf eigene Faust, danach gemeinsames Mittagessen. Die Häuser hier sind leider durch das Erdbeben vor zwei Jahren massiv beschädigt worden und die Menschen versuchen, alles wieder zu renovieren. Am Nachmittag Zimmerbezug und am Abend gings durch abenteurliche Quartierstrassen mit unglaublich viel Getümmel, Verkehr, Gehupe zu einem Gartenrestaurant. Mössiöh wurde während des Nachtessens vom restauranteigenen Katzentier besessen; beide fühlten sich sichtlich wohl.

10. November 2016

Da wir erst am Abend Richtung Heimat abfliegen, organiserte unser Bergführer wieder ad hoc einen kleinen Ausflug. Nach dem Zmorge und dem Auschecken fuhren wir im Minibus zum Pashupatinath-Tempelbezirk. Dieser liegt an einem Fluss, wo die Toten verbrannt werden. Wir konnten sehen, wie gerade ein solches Begräbnis vorbereitet wurde. Über den Fluss wurden viele Blumengirlanden gespannt, auch haben die Angehörigen des Toten viele Blumen, Kerzen und andere Gaben auf kleinen schwimmenden Schalen ins Wasser gelassen. Wenige Meter flussabwärts warteten bereits die ärmeren Leute auf die Gaben; sie durften alles Wertvolle aus dem Wasser fischen und mitnehmen. Zu Fuss wanderten wir durch den Tempelbezirk, bestaunten unterwegs die vielen Äffchen und erreichten schliesslich das Areal der grossen Buddha-Stupa. Auch diese hat unter dem Erdbeben gelitten und wird gerade renoviert. Darum herum befinden sich jede Menge Krimskrams-Lädchen und Restaurants. Nach ausgiebigem Shoppen gabs ein letztes nepalesisch-indisches Zmittag auf einer Dachterasse mit Aussicht über das Häusergewirr Kathmandus. Einige von unserer Gruppe machten weiterhin die Stadt unsicher, vier von uns bestiegen ein altersschwaches Taxi, das uns zum Hotel zurückbrachte. So gut es ging, machten wir uns frisch und warten nun auf den Transfer zum Flughafen. Nach einem zweistündigen Zwischenstopp in Doha sollen wir am Freitag Morgen um 6.30 Uhr im kalten Zürich landen. Und zum Znacht gibt’s Raclette .

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